Freie Dorfschule Lübeck
achtsam miteinander Lernen- verantwortlich Handeln

Schüleraufnahme

So läuft unser Aufnahmeverfahren:

Es beginnt mit einem Elterngespräch, dann folgt ein Gespräch mit Eltern und Kindern mit unseren Kollegen. Wenn alle eine Aufnahme wünschen, folgt eine Hospitation für Erwachsene und fünf Hospitationstage für Schüler in unserer Schule.  Unsere Schüler haben die Möglichkeit einer Mitsprache bei der Aufnahme von Schülern. Wenn auch hier ein „Ja“ ist, schließen wir den Schulvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte schreiben Sie uns eine Mail, wenn Sie ein Elterngespräch vereinbaren wollen. In der Regel finden die Gespräche donnerstags am späteren Nachmittag oder Abend statt.

Da in letzter Zeit immer wieder Anfragen von Schülern mit Förderbedarf an uns herangetragen werden, haben wir uns entschieden, klar vorab zu informieren:

In unserer Schule werden insbesondere Regelschüler beschult. In unserer Schule dürfen außerdem grundsätzlich Schüler mit dem Förderbedarf L (Lernen), G (geistige Behinderung), S (Sprache) und M (Motorik) aufgenommen werden. Für den Förderbedarf Emotional/Sozial fehlt uns die Zulassung. Schüler, bei denen eine Abklärung von Förderbedarf in Frage kommt bzw. noch aussteht, lehnen wir im Moment aus organisatorischen Gründen ab.

 

Auch schön im richtigen Winter 2018!

 

Für die Hospitation haben wir einen Hospitationsleitfaden entwickelt: (Stand Februar 2020)

Die Schule beginnt um 8:00 und dauert bis 13:00 Uhr. Bitte kommen Sie morgens pünktlich, dann haben Sie einen vollständigen Einstieg und können mit den Schülern bekannt gemacht werden. Es ist allerdings möglich, vor dem Schulschluss früher zu gehen.

Es ist sinnvoll, vor einer Hospitation unseren Leitfaden für Erwachsene in der Schule gelesen zu haben. Bitte fragen Sie danach.

Alle Gäste sind für die Zeit ihrer Anwesenheit ein Teil der Familienklasse. Sie sind damit auch Mit-Erzeugende des sozialen Systems für diese Zeit. Sie können Inhalt und Sinn unserer Arbeitsweise am besten erfassen, wenn Sie sich als Einzelner in die „Ströme“ und die Dynamik der Schüler und Lernbegleiter einfügen.

Die Anwesenheit von fremden Erwachsenen löst bei vielen Kindern und Jugendlichen eine Befangenheit aus, insbesondere in einer Entwicklungsphase, die der Selbstfindung auf vielen Ebenen dienen soll. Allein durch ihre Körpergröße wirken Erwachsene aus Sicht der Kinder dominant. Es ist daher wichtig, dass Sie sich
Zurückhaltung auferlegen:
• Vermeiden Sie das Zusammensitzen oder Zusammenstehen von Erwachsenen in Gruppen.
• Bleiben Sie deutlich erkennbar für sich.
• Beschränken Sie das Reden untereinander auf kurze, notwendige Verständigungen.

Bedenken Sie, dass die Lernbegleiter jederzeit vollkommen ihre Aufmerksamkeit für die Schüler benötigen, selbst dann, wenn sie scheinbar unbeteiligt herumstehen. Sollte es in Erst-Hospitationen, vor dem Vertragsabschluss, dringende Verständnisfragen geben, so kann evtl. ein kurzer Austausch in der Küche
stattfinden, ansonsten nur nach der Schulzeit.

Sie werden bei der Hospitation zwangsläufig Teilnehmer von Vorgängen, die dem Persönlichkeitsschutz der Beteiligten unterliegen und deswegen gilt für Sie im vollen Umfang die Schweigepflicht gegenüber Außenstehenden und der Öffentlichkeit.

Alle Erziehungsberechtigten beschränken sich auf die Lernunterstützung ihrer eigenen Kinder. Dabei dürfen sie auch andere Schüler mit einbeziehen. Auch das Anbieten von Werkstätten ist in Absprache mit der Klassenleitung möglich. Grundsätzlich verzichten Erwachsene auf das Sitzen in den vier Schülerzimmern und
das Spielen von Gesellschaftsspielen im Mittelraum. Dringende Ausnahmen müssen immer vorher mit der Klassenleitung abgesprochen werden.

Vermeiden Sie, die Tätigkeit einzelner Schüler direkt zu beobachten. Sie würden damit die inneren Bewegungen stören, mittels derer Schüler ihre Themen bearbeiten. Sie dürfen jedoch jeden Schüler ansprechen, etwas fragen und ein paar Worte wechseln. Wenn Schüler oder Schülerinnen das Gespräch
ablehnen, beherzigen Sie das bitte.

In Konfliktsituationen verzichten Gäste immer darauf, Schülerinnen und Schüler direkt anzusprechen, sondern überlassen die Konfliktbearbeitung nach den Regeln des GFK (Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, Friedensstab) ausschließlich den Lernbegleitern und Schülern. Wenn Sie oder Ihr Kind in einen Konflikt verwickelt sind, beteiligen Sie sich bitte an der Konfliktlösung. Es ist  dabei ausgeschlossen, dass Erziehungsberechtigte in Konfliktsituationen den eigenen Kindern parteiische Unterstützung geben, weil das ein erhebliches Ungleichgewicht zu den Schülern erzeugt, die keine Erziehungsberechtigten in der Schule haben. Ein stiller Beistand ist allerdings bei den GFK Gesprächen möglich, wenn die Schülerinnen oder Schüler dies wünschen.

Seien Sie Vorbild. Zeigen Sie, dass auch Erwachsene Interesse an Bildung und Lernen haben. Nehmen Sie sich eine angebotene oder eine eigene, mitgebrachte Arbeit und lernen Sie damit an einem freien Platz im Mittelraum. In unserer Schule beteiligen sich alle Anwesenden am Lernprozess. Präsentieren Sie Ihre
Ergebnisse wie die Schüler im Abschlusskreis. Es kann sich dabei auch im mündlich erzähltes „Gelerntes“ handeln. - Auf diese Weise bekommen Sie auch einen realistischen Eindruck von der Tätigkeit der Schüler.

Bitte nehmen Sie nach Ihrer Hospitation Kontakt mit uns auf, um Ihre Beobachtungen nachzubesprechen. Am besten im persönlichen Gespräch.

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