Freie Dorfschule Lübeck
achtsam miteinander Lernen- verantwortlich Handeln

Häufige Fragen

Hier finden Sie einige Fragen die uns oft begegnen und die wir hier für Sie erläutert haben. Haben Sie weitere Fragen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

 

"Es gibt in der Schule zu wenige im gleichen Alter wie mein Kind."

Es ist wesentliches Prinzip unserer Schule, dass es nur wenige gleichaltrige Mitschüler gibt, und dass diese auch in den Räumen verteilt sitzen. Das ist den heute „normal“ sozialisierten Menschen sehr fremd, erscheint manchem vielleicht als Schikane oder schlimmeres. In der Schulpraxis erweist es sich als äußerst produktiv, wenn die Zusammensetzung ansonsten harmonisch ist, sodass die Kommunikation gelingt. Das muss immer wieder ausprobiert werden; überwiegend kommen die Schüler selbst darauf, mit wem es gut geht, sodass sie auch gut arbeiten können.

Durch die Altersabstände sind die Kinder gezwungen, auf einem Mindestniveau der Wahrnehmung für ihre Mitschüler und deren Fragen und Aussagen zu bleiben. Dadurch geschieht zunächst soziales Lernen, dann Lernen von Kommunikation mit Inhalt und dann wird die Aufmerksamkeit für die Lerninhalte schärfer. So werden die Lernergebnisse auch anspruchsvoller, selbst dann wenn „nur“ ein Bild gemalt wird. Das kognitive Niveau dieser Interaktion regelt sich dabei in einem Prozess der Selbstorganisation. Weder Unter- noch Überforderung, stattdessen die gute Chance auf Befriedigung im Ganzen. 

 

"Unser Kind schafft es auch an der normalen Schule."

Immer wieder einmal hören wir:  "Mein Kind ist so interessiert und lernt so gern, das kann es auch an der Regelschule schaffen. Wir versuchen es." Und wir hören auch immer wieder einmal:  "Mein Kind ging doch so gern zur Schule, und plötzlich nach einem halben Jahr wollte es nicht mehr hin, weil die Lehrerin es zwingt, Sachen fünfmal zu wiederholen, die es schon längst kann. Mein Kind schimpft nur noch über die Schule, wir haben dauernd Ärger. “Das sind oftmals zwei Phasen ein und derselben Geschichte. Fast unausweichlich jedenfalls bei höherbegabten Kindern - und um solche handelt es sich bei Kindern, die gern lernen.

Die Begabungen werden nach dem IQ verglichen, und IQ-Tests sind so kalibriert, dass die Ergebnisse für eine hinreichend große Bevölkerungsstichprobe annähernd normalverteilt sind. Die allgemeinen Grundschulklassen richten ihren Unterricht an dem Durchschnitt aus. Binnendifferenzierung würde in Altersgleichen Klassen mehr Arbeit machen. Folgt logisch, dass Leichtlerner auf eine Unterforderung hinsteuern. Bei Überforderung kann man sich anstrengen, Hilfe holen, nochmal machen usw. Bei Unterforderung?  Und wenn man nicht darf? Stören, motzen, sich verschließen, sich verweigern.... Das ist die verzweifelte Lösung eines Problems, mit dem sich Schüler alleingelassen fühlen. Wenn die Folgen im Verhalten sichtbar werden, sind im Innern längst Weichen gestellt worden. Ein Kind kann sich dann oft nur durch intensive, meist therapeutische Hilfe und Begleitung entschließen, wieder Spaß am Lernen zu haben. Dann kann man bei der Dorfschule anfragen.

Wir als Schule haben Fragen, ob wir diese Aufgaben wirklich auf uns nehmen wollen und können, denn sie zieht die Kräfte ab von den Kindern, die bereits ihren Weg in unserer Schule sehr gut machen. Ein Quereinstieg ist deswegen nur manchmal zu befürworten.

Die Weichen werden ganz am Anfang gestellt, z.B. bei der Einschulung in die 1. Klasse. Wenn ein Kind gern etwas lernen mag, dann ist es in der Lage, an unserer Dorfschule einen guten Weg zu machen, denn unser Unterricht basiert auf Selbstlernen. Immer auf dem Niveau, das ein Kind gerade in diesem Augenblick braucht. Dann lernt es schnell und hat daneben viel Zeit zum entspannten Spielen. Das ist wichtig, denn Wissenslernen braucht freies Spielen als Ergänzung. 

 

"Warum Dorfschule ?"

Ein Name aus alten Zeiten - und ein hochaktuelles Konzept. Was führte uns zu diesem Namen? - "Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf." - d.h. viele unterschiedliche Menschen, die den Heranwachsenden Orientierung und Unterstützung geben. - In den alten Dorfschulen lernten jüngere und ältere Schüler zusammen und durften (bei phantasievollen Lehrern) einander unterstützen. - Freie Schulen in Deutschland, die sich "Dorfschule" nennen, verbinden jahrgangsübergreifenden Unterricht mit einem Waldorflehrplan.- In einem Dorf fand man in Schulnähe Gärten, Bauernhöfe, Handwerksbetriebe, einen kleinen Laden und alles was man zum täglichen Leben braucht; d.h. man war inmitten einer lebendigen echten Lernumgebung. Das alles gefällt uns, in diese Richtung gehen wir soweit die Umstände es erlauben. Und zukünftig hoffentlich immer mehr.... Genug Gründe, um unsere moderne Schule auch "Dorfschule" zu nennen.

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