Aktuelle Hinweise

Infoabend für interessierte Eltern:
Do. 23. Januar um 19:30 Uhr, in unseren Schulräumen.

Immer wieder einmal hören wir:  "Mein Kind ist so interessiert und lernt so gern, das kann es auch an der Regelschule schaffen. Wir versuchen es." 
Und wir hören auch immer wieder einmal:  "Mein Kind ging doch so gern zur Schule, und plötzlich nach einem halben Jahr wollte es nicht mehr hin, weil die Lehrerin es zwingt, Sachen fünf mal zu wiederholen, die es schon längst kann. Mein Kind schimpft nur noch über die Schule, wir haben dauernd Ärger.“
 
Das sind oftmals zwei Phasen ein und derselben Geschichte. Fast unausweichlich jedenfalls bei höherbegabten Kindern - und um solche handelt es sich bei Kindern, die gern lernen. Die Begabungen werden nach dem IQ verglichen, und IQ-Tests sind so kalibriert, dass die Ergebnisse für eine hinreichend große Bevölkerungsstichprobe annähernd normalverteilt sind. Da allgemeine Grundschulklassen ihren Unterricht an dem Durchschnitt orientieren müssen und in den meisten Fällen zu einer Binnendifferenzierung nicht bereit sind, folgt logisch, dass Leichtlerner auf eine Unterforderung hinsteuern.
 
Bei Überforderung kann man sich anstrengen, Hilfe holen, nochmal machen usw.  Bei Unterforderung kann man nur weglaufen. Und wenn man nicht darf: stören, motzen, sich verschließen, sich verweigern. Das ist deren verzweifelte Lösung eines Problems, mit dem sie sich alleingelassen fühlen. 
 
Wenn die Folgen im Verhalten sichtbar werden, sind im Innern längst Weichen gestellt worden. Das lässt sich dann nicht mehr zurückdrehen, weil es sich (aus Sicht des Kindes) um Überlebenslernen handelt. Ein Kind kann sich ohne intensive, meist therapeutische Hilfe und Begleitung nicht einfach entschließen, wieder Spaß am Lernen zu haben. 
 
Dann kann man bei der Dorfschule Lübeck anfragen. Manchmal, wenn der innere Kampf noch tobt, wenn die grundsätzliche Lust auf Lernen noch geblieben ist,lässt sich dann eine Kurve kriegen. Versteckte Widerstände bleiben trotzdem. 
 
Es ist von Eltern nicht vorhersehbar, wie ein Kind auf Unterforderung im Zusammenhang mit Zwang reagiert, denn diese gab es im Kinderleben vorher wahrscheinlich noch nicht. Wenn der Kinderärger längere Zeit ging, das Verhalten "auffällig" wird, setzt eine Prägung ein, die schwer zu lösen ist, jedenfalls nicht gegen den Willen des Kindes. Und der Wille ist stark, weil er an diesem Problem hatte wachsen müssen. Entweder die Kinder sind dann so eingestellt, dass die Lehrerseite die Feindseite ist. Dann haben wir lange Zeit mit dieser Rollenzuschreibung zu tun, was die Schularbeit insgesamt erschwert (schwelender Protest im Raum . . ).  Oder die Kinder greifen sofort auf, dass sie bei uns auch mal „nichts“ machen dürfen. Dann machen sie fortan mit Vorliebe nichts. Eine Steigerung gibt es noch: dass sie sich andere Kinder mitnehmen zum Nichtsmachen. Was wir nicht dulden dürfen, und dann haben wir einen Kampf im Raum, einen Kampf um die beeinflussbaren Kinder.  Wir als Schule sind dann gefragt, ob wir diese Aufgaben wirklich auf uns nehmen wollen und können, denn sie ziehen Kräfte ab von unseren eigentlichen Aufgaben. Was wir den anderen Kindern nicht zumuten dürfen. 
 
Die Weichen werden ganz früh gestellt, ab dem Kleinkindalter, im Kindergarten, spätestens bei der Einschulung in die 1. Klasse. Wenn ein Kind gern etwas lernen mag, dann ist es der Lage, an unserer Dorfschule einen guten Weg zu machen, denn unser Unterricht basiert auf Selbstlernen. Immer auf dem Niveau, das ein Kind gerade in diesem Augenblick braucht. Dann lernt es schnell und hat daneben viel Zeit zum entspannten Spielen. Das ist wichtig, denn Wissenslernen braucht freies Spielen als Vorbereitung.